Incentivereisen

Incentives richtig gemacht

Incentivereisen sind in vielen Unternehmen ein beliebtes Mittel zur Mitarbeiterbindung und Belohnung geworden. Doch wann und wie sind Incentives überhaupt sinnvoll?

- 28 März 2018 -

Segelboote
(Foto: Shutterstock)

Was sind Incentives?

Der Begriff „Incentive“ bedeutet zunächst so viel wie „Anreiz“ und versteht sich als eine Art Prämie in Form von Geldzahlungen (Boni) oder Sachleistungen. Als Sachleistungen sind Einladungen zu Veranstaltungen (z.B. exklusive Partys) und Incentivereisen besonders beliebt. Derart werden häufig nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Vertriebspartner und Kunden bedacht. 


Warum Incentives?

Prämien dienen der Belohnung und Motivation. Gleichzeitig sollen sie zu mehr Leistung in der Zukunft anspornen. Die Bindung der Mitarbeiter bzw. Kunden oder Vertriebspartner an das Unternehmen soll so gestärkt werden.

Zufriedene Mitarbeiter sind die beste Werbung für jedes Unternehmen. Sachleistungen werden dabei häufig als wertschätzender und persönlicher empfunden als Geldzahlungen. Gemeinsame Reisen und Veranstaltungen fördern überdies den Teamzusammenhalt.

Die Mitarbeiter mit ordentlich Taschengeld an ein attraktives Urlaubsziel schicken und auf ewige Dankbarkeit und Loyalität hoffen? Funktioniert nur bedingt.
Die Mitarbeiter mit ordentlich Taschengeld an ein attraktives Urlaubsziel schicken und auf ewige Dankbarkeit und Loyalität hoffen? Funktioniert nur bedingt. (Foto: Pixabay)

Wie setzt man Incentivereisen richtig ein?

Durch diverse Skandale hat der Begriff „Incentivereise“ in den vergangenen Jahren einen negativen Beigeschmack erhalten. Um Fettnäpfchen zu vermeiden, sollten Incentivereisen mit Bedacht geplant werden. Dafür ist ein stimmiges Konzept notwendig, das zum Unternehmen passt.


1. Das Hauptziel des Incentives

Definieren Sie vorab, was sie mit dem Incentive primär erreichen wollen: Soll eine Teamleistung oder Einzelleistungen belohnt werden? Wollen Sie die Zahl der Kündigungen minimieren? Möchten Sie sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren? Soll die Bindung zu Geschäftspartnern oder Kunden gestärkt werden?

 

2. Der Wert des Incentives

Der Wert der Prämie sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Bedeutung des Mitarbeiters/Partners/Kunden für das Unternehmen stehen. Neue Mitarbeiter, die noch wenig Leistung erbracht haben, mit teuren Geschenken zu überhäufen, kann dem Zweck zuwiderlaufen.  

Incentivereise nach Las Vegas: Nicht immer die beste Wahl
Incentivereise nach Las Vegas: Nicht immer die beste Wahl (Foto: Pixabay)

3. Zielort und Programm

Die Wahl des richtigen Zielorts und Programms spielt insofern eine Rolle, als dass ein Bezug zum Unternehmen und/oder Produkt ersichtlich sein sollte. Zu einem Hersteller von Kosmetikprodukten passt eine Reise nach Paris oder Mailand mit Besuch dort ansässiger Produktionsstätten oder Geschäfte der Branche in den meisten Fällen besser als ein Casino-Wochenende in Las Vegas. 

In jedem Fall sollte über die gesamte Dauer der Veranstaltung ein roter Faden erkennbar sein, indem die Reise beispielsweise unter ein Motto gestellt wird.

 

4. Regeln

Den Reisenden muss zu jeder Zeit bewusst sein, dass es sich um eine Firmenveranstaltung handelt. So fällt es auch allen Beteiligten leichter, sich an firmeninterne Kodizes bzw. Compliance-Regeln zu halten, auch wenn die Veranstaltung eher Freizeitcharakter hat. Das Einhalten solcher Regeln mag selbstverständlich klingen, jedoch hat sich in der Vergangenheit häufig genug gezeigt, dass dies keineswegs immer der Fall ist.

 

Eine Incentivereise sollte niemals einfach nur eine austauschbare Luxusreise sein, sondern immer auf die veranstaltende Firma, das anvisierte Ziel und die Reisenden zugeschnitten sein.   

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