Teamentwicklung

Wie funktioniert Teamentwicklung?

Teambildung ist zu einem integralen Bestandteil der Personalentwicklung geworden. Doch wie läuft sie eigentlich ab?

- 23 Januar 2018 -

Projektteam Karikatur
(Foto: Pixabay)

1. Was ist Teambildung?

Die Bildung eines Teams bzw. dessen Entwicklung ist ein Prozess mit dem Ziel, alles aus einem Team herauszuholen. Dieser Prozess läuft teilweise automatisch ab, zum Teil muss aber auch aktiv nachgeholfen werden. Aktive Teamentwicklung kann sowohl für Arbeitsgruppen relevant sein, die bereits lange zusammenarbeiten, als auch für neugebildete Projektteams.

Vor allem heterogene Teams benötigen häufig eine aktive Steuerung, da sie durch ihr großes Reibungspotenzial oft instabil sind. Warum also nicht gleich ein Team aus Gleichgesinnten zusammenstellen? Abgesehen davon, dass dies oft schwer realisierbar ist, mangelt es homogenen Teams häufig an Kreativität.

2. Was bringt Teamentwicklung?

Ein perfektes Team arbeitet konstruktiv gemeinsam an Lösungen, seine Mitglieder ergänzen sich optimal, unterstützen einander und sind so über den ganzen Zeitraum ihrer Zusammenarbeit hochproduktiv. Klingt utopisch? Ist es wahrscheinlich auch. Trotzdem wollen Sie diesem Ziel so weit annähern, wie irgend möglich. Deswegen unterstützen Sie die Teamentwicklung aktiv. 

Schriftzug
(Foto: Pixabay)

3. In welche Phasen lässt sich Teamentwicklung einteilen?

In den letzten Jahrzehnten haben sich diverse Psychologen mit dem Thema Teamentwicklung befasst. Besonders bekannt ist die Phaseneinteilung des Wissenschaftlers Bruce Tuckman. Tuckman gliedert die Teamentwicklung in vier Phasen, denen er später noch eine fünfte hinzufügte.

1) Forming

Der Prozess beginnt mit einer Findungsphase, in der die Gruppenmitglieder sich gegenseitig kennenlernen und über die Teamziele austauschen.

2) Storming

Die zweite Phase ist von Konflikten geprägt. Wer übernimmt welche Aufgabe? Wie werden Aufgaben gelöst? Was ist wichtig, was unwichtig? Wann wird was wie erledigt? Produktiv ist das Team in dieser Phase nicht, sie ist aber wichtig, um Hierarchien, Prioritäten und Vorgehensweise zu klären.

3) Norming

In der nächsten Phase geschieht dann genau das: Regeln werden aufgestellt und Rollen verteilt. Das Team findet Kompromisse, die die Basis für eine produktive Zusammenarbeit bilden.

4) Performing

Der Name ist Programm: In dieser Phase wird produktiv und effizient zusammengearbeitet, das Ziel fest im Blick. Mit dieser Phase ist der Idealzustand erreicht, in welchem das Team optimalerweise bleibt, sofern seine Zusammenarbeit von Dauer ist. Stoßen neue Mitglieder hinzu, müssen die vorangegangenen Phasen gegebenenfalls wiederholt werden. 

5) Adjourning

Diese, dem Modell nachträglich hinzugefügte Phase beschreibt den Auflösungsprozess des Teams. Sie ist ausschließlich für solche Teams relevant, deren Zusammenarbeit zeitlich begrenzt ist. In der Auflösungsphase geht es darum, auf die gemeinsame Arbeit zurückzublicken und daraus Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen. Auch hier gilt: Nach dem Projekt ist vor dem nächsten Projekt.

Gemeinsames Musizieren verbindet
Gemeinsames Musizieren verbindet (Foto: Shutterstock)

4. Wie kann man die Zusammenarbeit fördern?

Der beschriebene Prozess ist kein Selbstläufer und verläuft selten linear. Um das von Tuckman als Performing-Phase bezeichnete Stadium (schnell) zu erreichen, können diverse unterstützende Maßnahmen ergriffen werden.

Die Steuerung des gesamten Entwicklungsprozesses erfolgt durch den Vorgesetzten, der idealerweise noch von einem Berater unterstützt wird.  

Im Rahmen der Konfliktphase (Storming) sollte eine Analyse erfolgen: Woher kommen die Probleme? Welche davon sind der Kommunikation geschuldet, welche der Struktur? Für welche Schwierigkeiten ist das individuelle Verhalten einzelner Teammitglieder verantwortlich? Was lässt sich hier ändern? Um die Probleme zu lösen, bieten sich verschiedene Maßnahmen an. Lassen sich die Probleme spezifizieren, kann ein zielgerichtetes Coaching oder ein Workshop sinnvoll sein. Ein gemeinschaftsstiftendes Teamevent verbessert die Kommunikation und sorgt für gute Stimmung unter den Teilnehmern. Besonders geeignet sind beispielsweise folgende Teambuildingmaßnahmen:

Survival-Training

Das Überlebenstraining ist ein echter Klassiker: Die Aufgabe der der Gruppe besteht darin, in der freien Natur ohne die Annehmlichkeiten der Gegenwart zu überleben. Bei Biwakbau, Feuermachen und Nahrungsbeschaffen üben sich die Teilnehmer in zielgerichteter Kommunikation und wachsen als Gruppe weiter zusammen.

Teilnehmer: 10 - 50 Person/en
Dauer: 4:00 - 48:00 Std.
Preis: ab 89 EUR p.P.
Ort/e: deutschlandweit
Zeitraum: April - Oktober

Survival-Training

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